Algonquin Provincial Park – Teil I

Hallo!
Letzte Woche Montag und Dienstag waren wir mit Olli endlich im Algonquin Provincial Park, nachdem es in der Woche vorher ja leider nicht geklappt hatte. Das Wetter war zwar nicht mehr ganz so schön, aber der schlimmste Regen hat sich zum Glück direkt mit unserer Ankunft gelegt, sodass wir zumindest immer trocken geblieben sind (von durchgeschwitzten Klamotten mal abgesehen). Danke nochmal an Tobi, der uns durch den strömendem Regen sicher ans Ziel gebracht hat!

Der Algonquin Provincial Park ist der älteste Park Ontarios und liegt etwa 3,5 Stunden nördlich von Toronto. Er ist stolze 7650 km² groß – zum Vergleich: das ist ein Drittel der Fläche Hessens bzw. das Bundesland Bremen würde in dieses Gebiet 18 Mal reinpassen! Der Park ist so groß, dass man auf dem Highway 60, der lediglich durch den kleinen Südteil des Parks führt, weit über eine Stunde unterwegs ist um von einem Eingangstor zum nächsten zu fahren. Zu sehen gibt es Laub- und Nadelwälder, Sümpfe und über 2500 Seen – außerdem zahlreiche Tierarten, darunter Schwarzbären, Elche, Hirsche, Biber, Otter und Nerze. Kleiner Spoiler vorweg:  das einzige Tier, das uns begegnet ist, war ein Streifenhörnchen, das sich die Backen mit Nüssen vollgestopft hat. Aber wir können stolz berichten, dass wir einen dicken Bärenhaufen und Tatzenabdrücke gesehen haben (siehe Fotobeweis -> letztes Bild).

So sieht es übrigens aus, wenn man durch den Park fährt:

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Wir haben außerhalb des Parks in einem Hostel übernachtet und sind mit dem Mietwagen in den Park reingefahren (Tageskarte pro Auto: 16 $) – anders kommt man wegen der Distanzen auch garnicht voran; öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht (typisch Kanada). Direkt am Highway befinden sich Parkplätze, von denen dann diverse Tageswanderwege starten. Am ersten Tag haben wir einen der kürzesten Wege genommen, weil es schon recht spät war („Lookout Trail“), am zweiten Tag sind wir den 7,5 km langen „Track & Tower“ gelaufen (auf dem Foto sieht man übrigens das Hinweisschild und den Parkplatz zu diesem Wanderweg).

Wir waren auf jeden Fall völlig begeistert von dem Park und kommen garantiert wieder! Da wir beide sehr viele Fotos gemacht haben, machen wir diesmal zwei separate Einträge um euch nicht völlig zu erschlagen – hier also erstmal meine Fotos. Vorher aber noch ein paar allgemeine Erkenntnisse aus unserem Besuch im Algonquin Park:

1. Kanadische Mücken sind Arschlöcher
2. Man kann auch in Turnschuhen wandern
3. Die Qualität eines Hostel hängt von den Leuten ab, die es führen (egal wie gut die Anlage ist)
4. Algonquin Park weist pro Hektar definitiv mehr deutsche Touristen als Bären auf
5. Mücken sind Arschlöcher!!!

Fotos vom „Lookout“ Trail am ersten Tag:

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Fotos vom „Track & Tower“ am zweiten Tag:

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Eine kleine Anekdote noch zum Abschluss. Als wir auf dem Aussichtspunkt des Track & Tower Trails saßen und gemütlich gepicknickt haben, kamen nach uns erst ein älteres deutsches Ehepaar dazu, dann eine große Gruppe Deutscher in unserem Alter (alle von Kopf bis Fuß in Outdoorklamotten), noch zwei weitere Touristen und dann ein Kanadier mit seiner österreichischen Freundin. Besagter Kanadier drehte sich irgendwann um und rief gespielt verzweifelt in die Runde, ob er denn der einzige Kanadier hier oben sei, er würde nur Deutsch um sich rum hören… ich würde gerne behaupten, dass das ein Zufall war, aber wir haben tatsächlich sehr, sehr oft im Park Deutsch gehört und auch das Hostel war voll mit Landsleuten. Es bestätigt sich immer wieder: egal in welchen abgelegenen Zipfel der Welt man reist – andere Deutsche trifft man trotzdem immer.

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